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10.03.2010 00:00 Uhr 0 Kommentare

Anleger sind wieder mutiger

Deutsche Bank: Zahlen der Filiale Aschaffenburg - Wertpapiermarkt erholt sich 2009 - »Keine Kreditklemme«

Aschaffenburg  Die Filiale der Deutschen Bank in Aschaffenburg hat zugelegt. Das Geschäftsvolumen ist 2009 um um 7,7 Prozent auf 430 Millionen Euro gewachsen. Die Filiale betreut mit 18 Mitarbeitern über 19 200 der insgesamt 145 000 Privat- und Geschäftskunden der Marktregion Südhessen um Darmstadt und Offenbach.
Die negativen Erfahrungen im Zug der Bankenkrise hätten den Beratungsbedarf der Kunden 2009 weiter ansteigen lassen, berichtete Torsten Sonntag, verantwortlich für die Privat- und Geschäftskunden in der Region, in einem Pressegespräch. Das Anlagevolumen wuchs dort um 2,4 Prozent auf 2,7 Milliarden, im Aschaffenburger Raum auf rund 350 Millionen Euro.
Das Interesse der Kunden an Wertpapieren hat dabei wieder deutlich zugenommen. Nach einem Minus von acht Prozent 2008 zeigten sich die Anleger wieder mutiger. Der Markt erholte sich um 14 Prozent. Ein junges Produkt scheint sich zu etablieren: Das Delegieren von Anlageentscheidungen an ein professionelles Vermögensmanagement. In diesem »Mandatsgeschäft« konnte Aschaffenburg 2009 zwei Millionen Euro einsammeln.
Baufinanzierungen brachten mit einem Zuwachs von 30 Prozent das beste Ergebnis seit Jahren. Im Bereich der Filiale Aschaffenburg summierten sie sich auf 37 Millionen Euro.
Im Firmengeschäft mit mittelständischen Kunden legte die Deutsche Bank in der Region um 7,5 Prozent zu. Die Geschäftslage der Unternehmen sei unterschiedlich, betonte Jürgen Süßmann, zuständig für die Firmenkunden. Offensichtlich nutzten Unternehmen die günstigen Zinsen für Verbesserungen in den Betrieben oder für Zukäufe anderer Firmen, um sich für einen Aufschwung zu rüsten. Dies belege auch die Nachfrage nach günstigen Krediten für Energieinvestitionen. Hier hat die Bank am Untermain 20 Millionen Euro an geförderten günstigen Krediten vermittelt.
Gleichwohl blieben viele Unternehmen zurückhaltend bei Investitionen und in der Nachfrage nach Krediten, sagte Süßmann. Die Deutsche Bank halte neun Milliarden Euro an offenen Kreditlinien vor. Viele Firmen verfügten über ungenutzte Kreditreserven. Damit reiht sich die Deutsche Bank in die Stimmen ein, die keine Kreditklemme beobachten.
Die Beurteilung, die Krise sei durchaus nicht vorüber und Schwierigkeiten einzelner Unternehmen nicht ausgeschlossen, klingt nicht neu. Auch hier erklärt die Bank ihre Absicht, bei ungünstigeren Ratings nicht den Kredithahn abzudrehen, sondern Unternehmen mit verstärkter Beratung, unter anderem mit speziellen Branchenteams, flott zu machen.
Peter Körner

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