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Bilderserie: Peter Rogowsky
Den Anfang in der Eiszeit machte die Gruppe »Expression« des TV Erlenbach, ein Regionalbeitrag wie auch »Poetry in Motion« des DJK Mainaschaff. Dann spannte Kraftperformer Yuri Tikhonovich als Grieche Odysseus Segel wie Muskeln, und turnte zeitlupenmäßig gegen die Windkraft an seinem Schiffsmast. Danach geriet das Zeitreisemotiv zwar ins Stocken, die Leistung der Turner jedoch nicht.
Maximales Können
Am minimalistisch Roue Cyr, einem zum simplen Reifen geschrumpften Rhönrad, zeigten Achus Emeis und Robert Maaser in zebragestreiften Ganzkörperanzügen, was Körperbeherrschung heißt. Was kinderleicht aussieht, erfordert maximales Können, gemeinsam halten die beiden sechzehn Weltmeistertitel in ihrer Disziplin. Der rothaarige »Fleeky Flanco« aus San Francisco, gelobt als »Schlangenmensch der neuen Generation«, verknotete sich schwerelos balancierend und ideenreich, dass sogar Fachleute verblüfft waren: »Selbst in einem chinesischen Zirkus selten!«
Spritzig schnelle Seilspringkunst
Turnen von Weltniveau zeigten die vier Sportakrobaten der russischen Nationalmannschaft. Die Sportstudenten der japanischen Universität Kokushikan lieferten spritzig schnelle Seilspringkunst, in der das Seil selbst die Schwerkraft überwand.
Es schwang in Form einer Acht. Eine Kostprobe von bundesdeutschem Spitzenturnen lieferte Lisa Ingildeeva, ehemalige zweifache deutsche Meisterin, mit tänzerischer Sportgymnastik. Thomas Taranu vom Turn-Team Deutschland wirbelte zum Live-Saxophon am Pferd, Kollegin und Weltcup-Siegerin Kim Bui am Balken. Dass dabei keinem allzu ernste Gedanken über Gesundheitsrisiken des Turnsports kamen, dafür sorgte die gleich folgende Schmunzeleinlage. Das kleine Spiel mit Geschlechterrollen am Balken - alles verdreht samt dem Spagat an dessen Unterseite, geturnt von Dirk Walterspacher - amüsierte das Publikum herzlich, wie auch die »lustigste Reckshow« mit Sportlern der deutschen Turnliga. Bundesligaturner waren zudem am Trampolin zu sehen, am Boden vielversprechender Nachwuchs aus der Turn-Talentschule Chemnitz-Altendorf.
Neun Städte stehen auf dem Tourplan von Gymmotion, darunter Tuttlingen, Bensheim und Aschaffenburg. In Berlin wird die Show nicht zu sehen sein, auch in Baden-Württemberg gibt es keine Station. »Das ist schon nicht selbstverständlich, diese Klasse in kleineren Städten zu sehen«, schätzt eine Fachjournalistin.
Mit der Keule zur Sitzgymnastik
Auch dem Breitensport gibt der Turnerbund in »Time« eine Chance sich zu repräsentieren, das Showteam Matrix führt mit zwei Turneinlagen und trendigem »Cosplay« durch die Show. Verkleidet nach bekannten Comicfiguren lieferten sie Pausenfüller, etwa Fred Feuerstein, der die Besucher mit drohender Keule zu etwas Sitzgymnastik anhielt.
Nina Körner
Video: Ralf Hettler







































