Ihm gehe es »eigentlich ganz gut«, sagt der Aschaffenburger, der am 21. März in der Frankfurter Universitätsklinik per Infusion Stammzellen eines ihm unbekannten Spenders erhalten hat. Sie sollen das Leben des 21-Jährigen retten.
Nachwirkungen
Die 100 kritischen Tage nach dem komplizierten Eingriff hat Simon Tobor mittlerweile überstanden. Alle Werte seien gut, berichtet er am Telefon. Noch zu schaffen machen ihm die Nachwirkungen der Transplantation, besonders die Medikamente, die die gefürchtete Abstoßung der Spenderzellen verhindern sollen.
Tobor, der mit der selbst organisierten Suche nach Stammzellspendern für sich und andere Leukämiekranke sowie seinem unermüdlichen Werben für die gemeinnützige Deutsche Knochenmarkspenderdatei die Region bewegt hat, macht nun auf die Frankfurter Hilfe für krebskranke Kinder aufmerksam. Der Verein steht seit fast 30 Jahren jungen Krebspatienten und deren Familien zur Seite. Zuversicht und Vertrauen, weiß Simon Tobor, seien wichtig, »um die Behandlungen durchzustehen, die häufig bis an die Grenzen des gerade noch Erträglichen gehen«.
Reggae, Hip-Hop, Rock, Pop
Am heutigen Samstag richtet die Jugendgruppe des Vereins auf der Pferderennbahn in Frankfurt-Niederrad ein Benefizkonzert in Erinnerung an die gestorbenen Gruppenmitglieder aus. Die Veranstaltung soll zugleich auf das Schicksal von etwa 2000 Kindern und Jugendliche hinweisen, die jedes Jahr in Deutschland an Krebs erkranken. Acht Bands bringen ab 17 Uhr Reggae, Hip-Hop, Rock und Pop auf die Bühne. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Alle Einnahmen gehen an den Verein.
Simon Tobor verdankt der Hilfe für krebskranke Kinder eine Ferienwoche in Grömitz an der Ostsee: »Entspannte Tage« nach fast drei Jahren Chemotherapie und Bestrahlung, nach der Stammzelltransplantation, notfallmäßigen Klinikaufenthalten und Kontrollterminen, wie der 21-Jährige auf seiner Homepage schreibt.gaf
Im Internet: www.lebensretter.simontobor.de www.sound-of-life.hfkk.de




































