Bezirksregierung entscheidet
Luftreinhaltung ist Ländersache. Sollten Luftreinhaltepläne für den bayerischen Teil des Rhein-Main-Gebiets nötig sein, so ist laut Aschaffenburgs Umweltreferatsleiter Marc Busse die Regierung von Unterfranken zuständig. Solche Pläne werden in der Regel aber erst gemacht, wenn Grenzwerte überschritten sind. »In Aschaffenburg liegen wir bei Feinstaub weit darunter«, sagt Busse.
35 Mal dürfen die Tagesmittelwerte für Feinstaub laut einer EU-Richtlinie überschritten werden. In Aschaffenburg passierte das laut Busse in diesem Jahr bislang neun Mal im Bereich der Messstation Schweinheimer Straße und fünf Mal im Bussardweg. Eine weitere Messstation der Region steht in Kleinwallstadt. Dort wurden sieben Überschreitungen registriert.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Unterhalb der Grenzwerte bewegt sich Aschaffenburg auch bei den Stickstoff-Emissionen. Zwar liegen dem Umweltreferat keine aktuellen Daten vor, im Vorjahr wurden aber bei erlaubten 42 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an den beiden städtischen Messstationen 35 beziehungsweise 33 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Für das Jahr 2010 wurde der EU-Grenzwert auf 40 Mikrogramm nach unten korrigiert. »Mit unseren Vorjahreswerten würden wir auch da noch drunter liegen«, gibt sich Busse optimistisch. Dass die Bezirksregierung unter diesen Bedingungen einer Umweltzone in Aschaffenburg zustimmen wird, kann sich der Umweltreferatsleiter deshalb nicht vorstellen.
SMdA
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