Dieser regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen ist zwar in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen, wie eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt. »Riskantes« Trinkverhalten ist demnach aber weiter »besorgniserregend« verbreitet: Jeder fünfte Zwölf- bis 17-Jährige konsumiert mindestens einmal im Monat fünf oder mehr Gläser Alkohol . Nach Angaben der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), steigt der Trend zum exzessiven und gezielten Rauschtrinken - »Komasaufen« genannt - bei Jugendlichen dramatisch: In knapp zehn Jahren habe sich die Zahl der Zehn- bis 20-Jährigen Komatrinker verdreifacht. In absoluten Zahlen: 2009 mussten in Deutschland 25 700 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden, in 4500 Fällen waren diese Kinder zwischen 10 und 15 Jahren alt. Mädchen trinken insgesamt weniger Alkohol als Jungen, ihr Alkoholkonsum steigt den Statistiken zufolge jedoch - das gilt auch für die Alkoholvergiftungen, die um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen.
Die Drogenbeauftragte fordert deshalb eine konsequente Ausweiskontrolle beim Alkoholverkauf an unter 25-Jährige (Bier darf erst an Menschen ab 16 Jahren ausgegeben werden, Schnaps gibt es erst ab 18 Jahren), mehr Prävention in den Schulen und mehr Hilfen für Eltern. (JhR)
Studie »Drogenaffinität Jugendlicher« im Internet: www.drogenbeauftragte.de


































