Mit 2,5 Prozent liegt die Piratenpartei in der Stadt Aschaffenburg über dem Bundesdurchschnitt. NPD und Republikaner spielen mit 1,2 Prozent kaum eine Rolle, alle weiteren Parteien bleiben unter einem Prozent.
Die Verluste und Gewinne verteilen sich gleichmäßig über alle Stadtteile. Allein in Gailbach gelingt es der CSU, ihren Stimmanteil von 2005 in etwa zu halten. Die SPD verliert in Gailbach dagegen besonders stark: Sie sackt dort um 14,9 Punkte auf 17,2 Prozent ab.
Nicht nur die CSU hat in der Stadt Stimmen eingebüßt, sondern auch ihr Direktkandidat Norbert Geis (- 8,1). Profitiert hat davon aber nicht der SPD-Herausforderer Andreas Parr. Er liegt um zehn Punkte unter dem Ergebnis, das 2005 Karin Pranghofer erzielte.
Erfolg für Kaltenhauser und Rückert Zuwächse in der Beliebtheit bei den Wählern verzeichnet Christine Scheel, die es auf 19,1 Prozent der Erststimmen bringt (+ 6,8). Zugleich liegt sie damit um gut sechs Punkte über dem Zweitstimmenergebnis ihrer Partei. Auch der FDP-Bewerber Helmut Kaltenhauser und der Linke Reinhold Rückert erringen mehr Erststimmen als ihre Vorgänger Klaus Mussauer und Christa Günther.
Im Kreis Aschaffenburg liegen Norbert Geis und die CSU klar vor den anderen Kandidaten und Parteien. Auffällig ist auch hier, dass Geis bei den Erststimmen höhere Verluste (- 10,3 auf 43,7 Prozent) hat als seine Partei (- 6,1 auf 41,2 Prozent). Die SPD (17,5) liegt nur noch knapp vor der FDP (15,5), die Grünen verbessern sich um 3,5 auf 10,7 Prozent. Die Linke kann ihren Stimmenanteil von 2005 im Kreis fast verdoppeln und erzielt 6,3 Prozent. Mit 2,0 Prozent kommen die Piraten auf Rang sechs, vor NPD und Republikanern mit je 1,4. Die übrigen elf Listen bleiben unter einem Prozent.
Die CSU, die 2005 in Westerngrund mit 61,5 Prozent ihr bestes Zweitstimmen-Ergebnis im Kreis hatte, fällt dort um glatte zehn Punkte auf 51,5 - und liegt im Landkreis nur noch hier über der 50-Prozent-Marke. Die SPD sackt in Rothenbuch noch deutlicher von 40,5 auf 29,4 Prozent und verliert den Status als stärkste Partei des Orts an die CSU (- 5,1 auf 31,8 Prozent). Dennoch bleibt Rothenbuch die Landkreis-Hochburg der SPD. Die FDP ist mit 19 Prozent in Mespelbrunn am stärksten, die Grünen haben 13,2 Prozent in Glattbach und Johannesberg, die Linke erzielt 8,7 Prozent in Mainaschaff.
Heimvorteil für Scheel Bei den Erststimmen muss Mandatsgewinner Geis auch in seiner Heimat Kleinkahl dramatische Verluste hinnehmen: 10,6 Punkte. Andreas Parrs Heimvorteil bleibt bescheiden: 18,6 Prozent der Goldbacher Wähler geben dem SPD-Mann ihre Stimme, Karin Pranghofer bekam vor vier Jahren 22,9.
Großer Heimvorteil dagegen für Christine Scheel in Hösbach mit 24,1 Prozent (+ 7,7) lässt die Grüne den SPD-Mann deutlich hinter sich. Ähnlich in ihrem früheren Wohnort Schöllkrippen, wo Scheel 21,2 Prozent der Erststimmen gewinnt. Helmut Kaltenhauser verdreifacht im heimischen Alzenau den Erststimmenanteil der FDP auf 15,9 Prozent, die FDP-Liste bekommt in der liberalen Hochburg 17,6 Prozent der Zweitstimmen.
Die Ergebnisse aus der Stadt und en Kreisgemeinden als PDF-Datei zum herunterladen
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