Bilderserie, "RTL-Dschungelcamp-Kandidatin Micaela im V3", Thomas Minnich
Aus der Main-Echo-Rubrik »Stadtgespräch« hatte das Ordnungsamt erfahren, dass die Achtplatzierte der ersten Staffel von »Germany’s Next Topmodel« freizügig gekleidet im Club V3 auftreten wollte. Daraufhin schickte das Amt am Mittwoch einen Bescheid an Clubbetreiber Oliver Keilbach mit der Auflage, dass auf der After-Work-Party mit Djane LaMica »zum Schutz der Jugend der Einlass erst ab Volljährigkeit erfolgen darf«.
Selten topless am DJ-Pult
Der Veranstalter solle Sorge tragen, »dass sich Besucher der DJane nicht unsittlich nähern oder sie unsittlich berühren können«. Außerdem müsse sie eine »geeignete Umkleide und Sanitärbereiche zur Verfügung« gestellt bekommen. 100 Euro muss der Clubbetreiber für diesen Ordnungsamtsbescheid zahlen. Clubbetreiber Oliver Keilbach wollte sich gestern nicht zum Thema äußern.
Laut Ordnungsamt soll die Auflage verhindern »dass das seelische und geistige Wohl von Minderjährigen gefährdet wird«. Die Aufregung versteht Hinzer nicht. »Das sind Jugendschutzregelungen, die jedes Ordnungsamt zwischen Berlin und München auch so aussprechen würde«, sagt er. Auch Auftritte der Chippendales und der California Dream Boys dürften nur Frauen über 18 besuchen.
Die 28-jährige Micaela Schäfer tourt als DJane durch Clubs und Diskotheken. »Eigentlich legt sie immer angezogen auf. Topless steht sie sehr, sehr selten an den Plattentellern. Und wenn, dann sind ihre Brustwarzen durch Aufkleber verdeckt«, sagt Ramon Wagner, der in Berlin die Buchungsanfragen der DJane betreut. »Sie legt natürlich sexy auf und nicht im Rollkragenpullover.«
Im März wieder im V 3
Nach Angaben von Wagner ist Schäfer in nächster Zeit ausgebucht. Ins V3 kommt sie wieder am 14. März. Angezogen versteht sich - und legt bei freiem Eintritt ab 19 Uhr bei der After-Work-Party auf. Ihr Auftritt am Mittwoch ist gut angekommen: Zwischen 80 und 250 Besucher hatten im V 3 gefeiert. Im Minikleid legte sie Housemusic auf, gab Autogramme und ließ sich mit ihren Fans fotografieren. In der »Bild« berichtete Schäfer: »Ich fühlte mich beobachtet. Da waren zwei Zivilpolizisten vor Ort. Sie ließen mich nicht aus den Augen. Dabei hatte ich extra was Langes angezogen: ein Minikleid.«
Kontrolleure vor Ort
Detlef Ritter aus der Polizei-Pressestelle betont auf Nachfrage, im V3 seien zeitweise zwei Zivilpolizisten gewesen, um zu kontrollieren, ob die Jugendschutzbestimmungen eingehalten wurden. Alles in Ordnung, keine Beanstandung, teilt die Polizei mit. Mitarbeiter des Ordnungsamts waren auch vor Ort und kontrollierten, ob die Auflagen eingehalten werden. Hinzer auch? Er verneint lachend: »Erstens bin ich bekannt und außerdem zu alt.« fee








































