Von der Straße abgerückt
Bei zwei Ortsterminen, einer davon mit fachlicher Unterstützung des Büros Obermeyer, fand sich dann die mehrheitsfähige Lösung. Die Tankstelle wird jetzt so weit von der Darmstädter Straße weggerückt, wie es das vorhandene Grundstück erlaubt, und sie wird mit zusätzlichen Warteplätzen ausgestattet.
Vor allem Lastzüge sollen auf dem Grundstück ausreichend Stauraum finden; denn die Tankstelle richtet sich in erster Linie an Schwerverkehr mit Ziel oder Quelle im Hafen.
Kritisch hatte die Stadträten auch die Nähe zum Waldfriedhof gesehen - wenngleich der Tankstelle nur Funktionsgebäude des Friedhofs und das Krematorium gegenüber liegen. Die geänderten Baupläne sehen nun eine zusätzliche Zeile von sechs großkronigen Laubbäumen vor; sie soll die Tankstelle vom Stockstadter Weg und damit vom Friedhof abgrenzen.
Die Entscheidung versüßt
Ein weiteres Bonbon hatte die Stadtverwaltung in die Baugenehmigung hineingepackt, um den Stadträten die Zustimmung zu erleichtern: Die gesamte Restfläche des Grundstücks im Winkel von Stockstadter Weg und Darmstädter Straße ist als Parkplatz für Friedhofsbesucher reserviert.
Zum Teil war das schon so vorgesehen: Beim Ausbau der Darmstädter Straße auf vier Spuren müssen die dortigen Friedhofsparkplätze weiter nach hinten an die geplante Tankstelle rücken. Die Kosten dafür trägt der Bund, der den Ausbau der B 26 auch veranlasst. Darüber hinaus hat sich die Stadt nun eine weitere Teilfläche des Grundstücks gesichert, um dort auf eigene Kosten zusätzliche Parkplätze für den Waldfriedhof zu schaffen. Denn für größere Trauergemeinden reicht das heutige Angebot nicht mehr aus. Ergebnis: Die Zahl der Stellplätze soll um das Dreieinhalbfache steigen.
Die Grünen ließen sich das Projekt dadurch nicht schmackhaft machen: Rosi Ruf begründete die Ablehnung mit der Nähe zum Waldfriedhof und zum Park Schönbusch. Zudem seien alternative Standorte im Hafengelände nicht ausreichend geprüft worden.
Von deutlichen Verbesserungen sprachen dagegen Jessica Euler (CSU), Theodor Bubenzer (SPD) und Frank Stollberg (FDP). Ihre Fraktionen stimmten dem Projekt zu. pf
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