Bilderserie, "Winter in Deutschland im Januar, Februar 2010", dpa (wird täglich aktualisiert)
Bilderserie, "Winter in und um Aschaffenburg im Januar 2010", Main-Echo
Bilderserie, "Winter im Spessart", Christina Kunkel
Kaum Salz in Aschaffenburg/Miltenberg: Die Lieferengpässe für Streusalz betreffen nicht nur Nebenstraßen. Auch die Bundes- und Staatsstraßen sind mittlerweile betroffen. Das staatliche Aschaffenburger Bauamt hat deshalb einen Notfallplan erstellt. Der schließt auch Straßensperrungen in den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg nicht aus, falls Kälte und Schnee anhalten. Nur auf Bundesstraßen, stark befahrenen Staatsstraßen oder wichtigen Steigungen bleibt es beim üblichen Winterdienst, jedoch mit reduzierten Salzmengen. Auf den meisten Kreis- und einigen Staatsstraßen wird die Streusalzmenge deutlich reduziert, untergeordnete Straßen werden nur noch geräumt.
Durch die lange Kältewelle sind die Salz-Lager geräumt. Weil bei der Versorgung die Autobahnen Vorrang haben, ist der Nachschub für die Städte und Gemeinden nicht sichergestellt. Die Stadt Aschaffenburg hat noch einen kleinen Streusalzvorrat. Nach den Worten des Tiefbauamtsleiters Burkhard Eppig ist er dafür reserviert, die Zufahrt zum Klinikum frei zu halten. An Splitt gebe es nur einige Ladungen, die für Schneeglätte auf den Hauptverkehrsadern und auf den Busstrecken zurückgehalten werden.
Nachschub an Splitt soll am Montag (1. Februar) kommen, hofft Eppig. Bis Dienstag erwartet die Stadt zwei Lastzüge mit einer Salzlösung. Eppig appellierte an die Bürger, auf vermeidbare Autofahrten zu verzichten.
Hier geht's zur main-netz-WettervorhersageKein Salz - Mitteilung der Stadt Lohr: Der ungewöhnlich schneereiche Winter hat dazu geführt, dass das Salzlager im städtischen Bauhof bereits leer ist. Der Winterdienst kann daher ab sofort nur noch eingeschränkt garantiert werden, schreibt die Pressestelle der Stadt Lohr. Es wird solange ausschließlich Splitt gestreut, bis wieder Salz zu vertretbaren Preisen zu kaufen ist, heißt es weiter.
Alle Fußgänger und die Verkehrsteilnehmer werden aufgerufen, sich auf diese Situation einzustellen. Mails an die Stadtverwaltung und Anrufe beim Bauhof können nichts daran ändern. Wenn man nicht unbedingt fahren muss, sollte man das Auto stehen lassen.
Zur Zeit ist Salz allenfalls noch zu bekommen, wenn man bereit ist, den drei- bis vierfachen Satz des Normalpreises zu bezahlen. Die großen Straßenmeistereien werden dabei vorrangig bedient. Auch die Grundstückseigentümer bekommen im örtlichen Handel kaum noch Streusalz. Die Gehbahnen sollten daher möglichst komplett vom Schnee befreit werden.
Die Stadtverwaltung wird sich bemühen baldigst Nachschub für ihr Salzsilo zu bekommen und auch ohne Tausalz so gut wie möglich für verkehrssichere Straßen sorgen. Ohne Einschränkungen wird es allerdings nicht gehen, weshalb alle Bürgerinnen und Bürger nochmals gebeten werden, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Straßensperrung in Lohr: Zu mehreren Verkehrsbehinderungen wegen umstürzenden Bäumen kam es bereits am Montag im Bereich der Staatsstraße 2317 zwischen Partenstein und Wiesthal. Im Verlauf der Nacht zum Dienstag nahmen diese Vorfälle so erheblich zu, dass die Strecke zwischen Partenstein und Krommenthal schließlich gesperrt wurde. Damit sollen weitere Gefährdungen der Verkehrsteilnehmer verhinder werden. Nach bisherigem Kenntnisstand (8.30 Uhr) und Auskunft der Straßenmeisterei Lohr wird die Sperrung am Dienstag aufrecht erhalten, da am Nachmittag mit erheblichen Schneefällen zu rechnen ist.
Bus- und Schulausfall im Odenwaldkreis: Wegen der Schneemassen fällt im Odenwaldkreis auch am Mittwoch die Schule aus. Der gesamte Bus-Linienverkehr sei für Dienstag eingestellt, sagte der Sprecher der vom Kreis getragenen Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG), Stefan Reinhardt. Insgesamt seien 42 Buslinien betroffen. »Wir haben am Morgen mit den Bussen wegen des vielen Schnees die Höhenlagen im Kreis nicht mehr erreicht.« Ein Bus mit Schülern sei in den Graben gefahren. Es sei aber niemand zu Schaden gekommen. Ob der Busverkehr auch am Mittwoch ausfallen wird, ist noch nicht entschieden.
Wetterdienst warnt vor Unwetter: Vor ergiebigen Schneefällen mit starken Verwehungen und Verkehrsbehinderungen in Hessen und Bayern warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Ab Dienstagmittag erreicht ein Tief mit etwas milderer polarer Meeresluft von Nordwesten her Hessen, wie Meteorologe Ulfried Wohlfart vom DWD in Offenbach berichtete. Im Tiefland werden bis in die Nacht hinein Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern erwartet, im Bergland in Nordwestlagen können es teils sogar über 20 Zentimeter werden. Zudem wachse durch teils nassen Schnee die Gefahr von Schneebruch. Im Flachland müsse mit kräftigen Windböen bis zu 50 Stundenkilometern gerechnet werden. Im höheren Bergland seien Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern möglich
Die Bauernregel »Wenn es an Lichtmess (2. Februar) stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit« wird laut DWD in diesem Jahr eher nicht zutreffen. Kaum ist »Lali« weg, da sorgt am Dienstag Schnee-Tief »Miriam« in Hessen und Bayern für Nachschub. Im Mittelgebirge könnten örtlich bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen, sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag voraus. Bei steigenden Temperaturen, die tagsüber um den Gefrierpunkt liegen, können im Flachland am Nachmittag auch Schneeregen oder Regen fallen. Der starke Wind türmt auf den Bergen wieder hohe Schneewehen auf.
Am Mittwoch gibt es eine Mischung aus ein wenig Sonnenschein, vielen Wolken und Schauern, die als Regen, Schneeregen oder Schnee fallen. Die Höchstwerte liegen zwischen minus einem und plus vier Grad. In der Nacht zum Donnerstag regnet oder schneit es weiter bei Temperaturen zwischen plus einem und minus drei Grad. Später lassen die Niederschläge nach, und am Donnerstag wird es noch etwas milder. Am Montag hatte Tief »Lali« in ganz Hessen kräftige Schneeschauer gebracht. Etliche Bäume in der Rhön und im Taunus brachen unter der Schneelast um, einige Landstraßen wurden vorübergehend gesperrt, darunter auch die Zufahrt zum Feldberg im Taunus. mai, Peter Freudenberger, Polizeiinspektion Lohr, Pressestelle der Stadt Lohr, dpa












































