Das ist eine Geschwindigkeit, die nicht einmal in Großstädten wie Frankfurt Normalfall ist. Die Gemeinderäte, die dem Abschluss des Vertrags mit der Telekom einmütig zustimmten, zeigten sich denn auch beinahe euphorisch darüber. »Wir steigen um von der Schnecke zum Ferrari«, jubelte Bürgermeister Roland Bauer (CSU).
Dabei soll der Sportwagen mit einem gemeindlichen Eigenanteil von 135 000 Euro nicht so teuer werden wie zuletzt befürchtet: 320 000 Euro kostet der Breitbandausbau insgesamt, davon bezahlt die Telekom 85 000 Euro. Den Rest muss die Gemeinde tragen, kann aber mit einer staatlichen Förderung von 100 000 Euro rechnen.
Vorrang vor Feuerwehrhaus
Damit muss die Gemeinde dieses Jahr rund 60 000 Euro zahlen, im kommenden Jahr weitere 75 000. Sollte dies zu Finanzschwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Feuerwehrhauses führen, so soll der Breitbandausbau Vorrang haben. Dieser Position des Bürgermeisters schloss sich der gesamte Gemeinderat nach kurzer Aussprache an.
Bislang gibt es in Dammbach Übertragungsraten von nur 0,3 Megabit. Künftig sollen in allen Ortsteilen und den meisten Weilern 6 bis 16 Megabit garantiert sein, lediglich auf der entlegenen Geishöhe wird man sich mit 1 bis 2 Megabit zufriedengeben müssen. An 93 Prozent der vorhandenen Anschlüsse werden nach Angaben des ehrenamtlichen »Breitbandpaten« der Gemeinde, Patrick Spielmann, sogar 27,9 bis 51,3 Megabit angeboten.
Der IT-Berater Spielmann hatte verschiedene Angebote zum Breitbandausbau eingeholt und Vorverhandlungen geführt. »Ein Glücksfall für die Gemeinde«, erklärte Bürgermeister Bauer unter dem Applaus aller Gemeinderäte (ausführliche Berichterstattung folgt). JhR
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