Der 15-Jährige leidet an einer schweren Störung des Immunsystems, so dass ihm nur noch eine Knochenmarktransplantation helfen kann (wir berichteten mehrfach). Als die Mitschüler der 8a davon erfuhren, stellten sie den Benefizlauf und das erstmals angebotene Solidaritätsessen spontan unter das Motto »Essen für Juliano - Laufen für Juliano« und mobilisierten dadurch viele zusätzliche Spender.
Bei der dritten »Ehrenrunde« der Hauptschule, bei der die Schulleiterin Janina Olszewski zum Schuljahresschluss stets die Schüler und Erwachsenen hervorhebt, die besondere Leistungen erbracht haben, wurde ein Großteil der Einnahmen aus dem Lauf an verschiedene Einrichtungen und Organisationen vergeben.
5000 Euro für Spenderdatei
5000 Euro überreichte die Schulleiterin an Martin Kott von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die Mitte Mai unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Walter Scharwies eine Typisierungsaktion für den erkrankten Juliano in Michelbach organisiert hatte. Damals hatten sich 528 potenzielle Spender Blut abnehmen lassen. Bei Kosten von 50 Euro pro erster Untersuchung brauchte die DKMS 26 400 Euro, und da diese Typisierungen ausschließlich über Spenden finanziert werden, wurde ein entsprechendes Konto eingerichtet und es fanden zahlreiche Aktionen zum Geldsammeln statt.
»Jetzt haben wir die Zielgerade überschritten und es können alle potenziellen Spender aus Michelbach in der Datei aufgenommen werden«, freute sich der Vertreter der DKMS und überreichte der Schulleiterin eine Urkunde zur Erinnerung. Julianos Mutter Lucia Trageser war ebenfalls eingeladen. Mit einer Sonnenblume als Symbol für das Leben wünschte Olszewski der Familie alles Gute, denn es wurde ein Spender für Juliano gefunden. Die Transplantation ist im September vorgesehen. Über weitere Sonnenblumen freuten sich Martina Stolzenberger und Roland Elstner, die beim Benefizlauf als Streckenwarte fungierten.
Mit jeweils 1000 Euro aus dem Benefizlauf wurden zudem der Förderkreis der Karl-Amberg-Schule, repräsentiert durch die Vorsitzende Martina Volk und die Kassiererin Inge Erbacher, und der Club '82 Kahl, vertreten durch den Vorsitzenden Engelbert Stenger, bedacht.
Für das Projekt »Weg der Hoffnung« nahmen der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Hock und Alois Heeg 2000 Euro entgegen. Auch sie hatten etwas für die Schule mitgebracht: Ein großes, selbstgemaltes Plakat und die Dankesschreiben von vielen Jungen und Mädchen, denen über das Projekt geholfen werden konnte.
Geld der Stadt gut angelegt
Als Ansporn zum Weitermachen hatte die Schulleiterin Sonnenblumen für weitere Engagierte vorgesehen, darunter der Rathauschef. »Der Stadtrat weiß, dass die Schulfamilie intakt ist und eine hohe Leistungsbereitschaft besteht. Deshalb wissen wir auch, dass das Geld der Stadt hier gut angelegt ist«, lobte Scharwies.
Ein Dankeschön gab es für das Lehrerkollegium, den Elternbeirat und die »guten Seelen« der Schule, wie das Reinigungspersonal und die Hausmeister. Weiter ging es mit Lehrern und Firmenvertretern, die zum Gelingen des Leitmotivs der Schule »Fit für Leben und Beruf« beitragen. Hervorgehoben wurden auch die Busfahrer, stellvertretend erhielt Klaus Emmel eine Sonnenblume. Mit einem zusätzlichen Dank bedacht wurde Edith Kohstall, die für ihren Einsatz als externe Deutschlehrerin einen gefüllten Umschlag von der Kassiererin erhielt.
Sonnenblumen und Anerkennungsurkunden bekamen all jene Schülerinnen und Schüler, die sportlich erfolgreich waren und sich sozial engagierten (siehe Infokasten).
Marion Stahl




































