Außerdem liegt der Brandschutz im Argen. Unter anderem fehlt für das Dachgeschoss ein zweiter Rettungsweg.
Weil eine Komplettsanierung aber teuer ist, hatte der Bauausschuss in der vergangenen Woche beschlossen, das jetzige Rathaus zunächst einmal brandschutztechnisch zu ertüchtigen, konkret also: das Treppenhaus von den angrenzenden Büros abzuschotten, die Elektrik zu sanieren, die Decken brandschutztechnisch umzubauen und vor allem einen zweiten Fluchtweg für das Dachgeschoss in Form einer Außentreppe zu schaffen. Rund 438 000 Euro würde das kosten.
Neubau eine Möglichkeit?
Doch der Marktgemeinderat schloss sich der einstimmigen Empfehlung des Bauausschusses am Dienstag nicht an, sondern begann eine Grundsatzdebatte, bei der mehrere Rathaus-Varianten ins Gespräch gebracht wurden. Nachdem Architekt Volkmar Gundermann mitteilte, dass die Kosten für eine komplette Sanierung des Rathauses mit einem Erweiterungsanbau jedenfalls nicht niedriger seien als die Kosten eines Neubaus an anderer Stelle, fragten manche Räte, ob das nicht eine Möglichkeit sei. Andreas Jung (CSU) hingegen verwies auf die Haushaltslage: Angesichts der knappen Kassen seien ein Erweiterungs- oder ein Neubau »Zukunftsmusik«.
Am Ende kristallisierten sich zwei Alternativen heraus: Entweder das Rathaus wird, wie geplant, zunächst brandschutztechnisch saniert, oder aber das Dachgeschoss wird geschlossen und in einen noch zu errichtenden Rathaus-Anbau ausgelagert. Der Architekt soll für beide Möglichkeiten die Kosten ermitteln; dann will man weiter beraten.
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