Vor allem Kohlmeisenjunge waren in den Kästen zu finden. Das Nest des Trauerschnäpperpaares, das sich angesichts der vielen Menschen im Wald sehr aufgeregt gebärdete, wurde vorsorglich in Ruhe gelassen, denn Max Behl hofft sehr, dass die Aufzucht dieses bei uns seltenen Zugvogels gelingt. Während des Erkundungsganges erfuhren die Kinder viel über Verhalten und Brutpflege der Vögel und wurden nicht müde, Fragen zu stellen.
Erstaunt waren sie, als sie erfuhren, dass die zur Zeit nur drei Mitglieder umfassende Vogelschutzgruppe in 60 Nistkästen 363 Jungvögel gezählt haben.
Insgesamt gibt es im Huckelheimer Wald über 200 Nistkästen. Allerdings machte es die Kinder auch nachdenklich, als sie erfuhren, dass durch das nasskalte Wetter damit gerechnet werden muss, dass etwa 40 Prozent der Tiere verhungern werden, weil die Eltern nicht genügend Nahrung herbeischaffen können.
Ameisen die Hosenbeine empor
An einer Jagdhütte wurden die beiden Klassen vom Jagdpächter Rigobert Ries aus Schöllkrippen erwartet. Er erzählte den Kindern von der Arbeit eines Jägers und machte ihnen klar, dass Wild auch geschossen werden muss, damit junge Bäume nachwachsen können.
Interessiert ließen sich die Schüler von der Lebensweise verschiedener Waldtiere erzählen. Nach einer kurzen Rast im Wald versammelten sich die Schüler um einen großen Ameisenhaufen. Michael Mößle aus Huckelheim, der ebenfalls mitgewandert war, verriet den Kindern viel Wissenswertes über diese fleißigen Waldbewohner. Aber nur Wenige lauschten seinen Worten länger. Die meisten Schüler suchten schnell das Weite, als die ersten Ameisen begannen, die Hosenbeine empor zu klettern. Einige ganz Mutige wagten es aber, die Hand auf den Ameisenhaufen zu legen und einige harmlose Bisse über sich ergehen zu lassen.
Dieser besondere Unterrichtstag fand seinen Abschluss in der alten Schule in Huckelheim, in der auch die Natur- und Vogelschutzgruppe einen Raum für ihre Arbeit nutzt.
Susanne Ries und Helga Müller hatten für die Kinder Spaghetti mit Tomatensauce gekocht. Bestens gestärkt, ausgerüstet mit Informationsmaterial und mit starken Eindrücken endete für die Grundschüler ein etwas anderer Unterricht.
red







































