Diese Äußerung habe er bei einer Ortsbegehung der CSU wohl "spaßhaft im Gespräch" getan, sagte Geis gestern auf Anfrage unserer Zeitung. "In gar keinem Fall" habe er die Konzentrationslager der Nazi-Zeit und die Leiden der gefangenen Menschen in irgendeiner Weise verharmlosen wollen.
Bekannt geworden war das Geis-Wort durch den "Bachgau-Boten". Die Aschaffenburger SPD-Geschäftsstelle machte gestern die Medien auf den Beitrag in diesem Amtsblatt vom 17. September aufmerksam ("Norbert Geis sprach von einem Konzentrationslager..."). Sie schickte den Artikel auch an den Zentralrat der Juden.
Autor des Beitrags ist Herbert Reichert, der zugleich Herausgeber des "Bachgau-Boten" und Ringheimer CSU-Chef ist. Reichert ließ gegenüber dem Main-Echo erkennen, dass ihm die Aufregung um die Lärmschutzwälle durchaus recht ist: "Die Wälle müssen weg." Die Lärmschutzwälle in Ringheim nehmen Nachbarn die Sicht.
Geis sagte zum Main-Echo, seine Äußerung habe sich auf das hässliche Aussehen der Wälle bezogen. Er wünsche sich, dass sie besser gestaltet oder durch eine andere Form des Lärmschutzes ersetzt würden.
Der CSU-Politiker, der am Sonntag erneut für den Bundestag kandidiert, zeigte sich irritiert darüber, dass seine "nicht autorisierte Äußerung" auf einer internen CSU-Veranstaltung durch einen Parteifreund an die Öffentlichkeit gelangte. 3 C.M./gaf




























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