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Mister Wong
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Yigg
17.08.2009 00:00 Uhr 2 Kommentare

In der Kürze liegt auch hier die Würze

Wahlkampf "Twitter" als Kanal für Polit-Botschaften

Aschaffenburg Politiker, die freiwillig Statements abgeben, die höchstens 140 Zeichen lang sind? Das passt so gar nicht ins Bild des ausführlichen, ausufernden und oft auch ausweichenden Antwortverhaltens, dass man von Politikern gewohnt ist.
Dennoch erfreut sich ausgerechnet im Wahlkampf ein Online-Dienst namens "Twitter" (www.twitter.com) gerade unter Politikern einer wachsenden Beliebtheit. Dabei geht es beim "Twittern" doch gerade darum, Dinge auf den Punkt zu bringen. Eine Botschaft, die dort an die breite Internet-Öffentlichkeit ausgesendet wird, darf nämlich nicht länger als eine SMS sein.

"Stehe gerade gegenüber des Kanzleramts, rüttel aber nicht am Zaun", lässt beispielsweise der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel seine Mitleser ("Follower") über Twitter wissen.

Bereits im hessischen Landtagswahlkampf nutzte Schäfer-Gümbel die Online-Plattform intensiv, um mit potenziellen Wählern im Internet in Kontakt zu treten. Er gab als erster Politiker ein Twitter-Interview, meldet sich direkt aus dem morgendlichen Stau auf hessischen Autobahnen oder kommentiert Aussagen anderer politischer Zeitgenossen.

Auch wenn sich der Erfolg solcher Online-Transparenz nicht messbar in Wählerstimmen umrechnen lässt, scheinen die Botschaften des SPD-Mannes doch einige Leute zu interessieren: Über 3000 Twitter-Mitglieder haben Schäfer-Gümbels Mitteilungen bereits abonniert. Vor der Bundestagswahl versuchen auch einige Lokalpolitiker, auf den "Twitter-Zug" aufzuspringen. So ist der Bundestagskandidat der Grünen im Kreis Main-Spessart, Heiko Schmidt, seit Anfang des Jahres dort vertreten und versorgt Mitleser regelmäßig mit Informationen zu seiner politischen Arbeit.

FDP-Kandidat Laszlo Riedl (Collenberg, Kreis Miltenberg) scheut sich dagegen auch nicht, bei Twitter mit Mitgliedern anderer Parteien über Standpunkte zu aktuellen Themen zu diskutieren. Ob mit Robin Haseler von den Miltenberger Jusos oder Sebastian Scho von der Piratenpartei - mangelnde Auseinandersetzung mit politischen Gegnern kann man Riedl im Bezug auf sein Engagement bei Twitter zumindest nicht vorwerfen.

Dass dabei auch kräftig Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz verteilt werden, ist unvermeidlich: "Geis zum Thema Homosexuelle. Da kann man auch gleich mittelalterliche Handschriften lesen", kommentierte der FPD-Mann beispielsweise die jüngsten Aussagen des Aschaffenburger CSU-Kandidaten Geis im ZDF-Morgenmagazin. Er hatte dort im Zusammenhang mit Homosexualität von "Fehlentwicklungen" gesprochen. Christina Kunkel

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Kommentare
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robinhaseler
Name
Ich heiße Robin Haseler, nicht Robert grinsen
geschrieben: 17.08.2009 10:42
Korrektur
Sehr geehrter Herr Haseler,

wir haben den Fehler online berichtigt und bitten das Versehen zu entschuldigen.

ME Onlineredaktion
geschrieben: 17.08.2009 15:15
 
 
 
 

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