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Frankfurt/Main/Heppenheim (dpa): Nach dem Missbrauchs-Geständnis des ehemaligen Schulleiters der Odenwaldschule reißt die Kritik an den Behörden nicht ab. Schwere Vorwürfe gegen das hessische Kultusministerium und die Staatsanwaltschaft erhoben ein Opferanwalt am Samstag in der «Frankfurter Rundschau».
Ramallah/Jerusalem (dpa): Nach scharfer Kritik des Nahost- Quartetts an den israelischen Siedlungsplänen hat sich UN- Generalsekretär Ban Ki Moon am Samstag selbst ein Bild von der Lage in den Palästinensergebieten gemacht.
Münster (dpa): Sieben Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verstärkt die um ihre Macht bangende CDU die Warnungen vor einem Linksbündnis.
Bangkok (dpa): Mit einem mehr als 20 Kilometer langen Protestzug haben Zehntausende Regierungsgegner am Samstag den Verkehr in Bangkok teilweise lahmgelegt. Das Oppositionsbündnis UDD brachte nach Schätzung der Lokalmedien das zweite Wochenende in Folge mehr als 100 000 Demonstranten auf die Straße.
Berlin (dpa): Genau zwei Wochen nach dem spektakulären Überfall auf ein Poker-Turnier in Berlin sind alle vier mutmaßlichen Räuber gefasst. Die Polizei nahm den letzten Verdächtigen am Samstagabend auf dem Flughafen Tegel fest.
Gaza-Stadt (dpa): Israelische Kampfflugzeuge haben am Freitagabend erneut Ziele im palästinensischen Gazastreifen angegriffen. Bei drei separaten Luftschlägen seien bis zu zehn Menschen verwundet worden, sagten Augenzeuge und Mediziner.
Berlin (dpa): Der Weg für die notwendige Neuorganisation der Jobcenter ist frei. Nach monatelangem Streit einigte sich eine Bund- Länder-Arbeitsgruppe von Union, FDP und SPD in der Nacht zum Samstag auf die Grundzüge einer Reform.
Kiel/Dresden (dpa): Die Landtagspräsidenten mehrerer Länder lehnen die Idee von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer für Teilzeitparlamente in den Flächenländern ab.
Berlin (dpa): In CDU-geführten Bundesländern formiert sich ein starker Widerstand gegen die Steuersenkungspläne der schwarz-gelben Regierungskoalition im Bund. Unterstützung bekamen diese Länder von Bundespräsident Horst Köhler.
Rom (dpa): Papst Benedikt XVI. hat den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in der katholischen Kirche «aufrichtig bedauert», sich aber am Samstag mit keinem Wort zu den Fällen in Deutschland geäußert.
Moskau (dpa): Tag der Wut» in Russland: Tausende Demonstranten haben mit Rücktrittsforderungen gegen Regierungschef Wladimir Putin ihrem Ärger über zunehmende soziale Ungerechtigkeit Luft gemacht.
Berlin (dpa): Die Union hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gegen wachsende Kritik wegen seines Verhaltens in der Kundus-Affäre in Schutz genommen.
Würzburg: Die Diözese Würzburg setzt beim Kampf gegen den Missbrauch auf externen Sachverstand: Bischof Friedhelm Hofmann präsentierte gestern den Kriminologen Professor Klaus Laubenthal (55) als neuen Ansprechpartner für die Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt im kirchlichen Bereich.
Berlin: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will es offenbar erleichtern, dass Arbeitsverträge befristet werden. Damit zog sie die massive Kritik der Opposition auf sich. Leidtragende wären vor allem junge Familien, erklärten SPD und Linke in Berlin. Das Ministerium arbeitet nach Angaben einer Sprecherin derzeit an einer gesetzlichen Neuregelung für die Befristung von Arbeitsverträgen.
Paris: Seit einer Woche hat sich Christine Pujol in ihrem Büro im achten Pariser Bezirk in der Nähe der Champs-Elysées verschanzt. Von ihren Gegnern abgesetzt, kämpft die 61-Jährige trotzig dafür, Vorsitzende von Frankreichs größtem Hotel- und Gaststättenverband Umih zu bleiben.
Erlenbach am Main: Wenn man Henning Scherf so frei vor seinem Publikum reden hört, mag man kaum glauben, dass er als Jugendlicher gestottert hat. Und zwar so sehr, dass er deswegen sogar schon an Selbstmord dachte, wie er in seinem neuen Buch »Gemeinsam statt einsam« beschreibt.
Der große Eklat wird ausbleiben. Um Minister Guttenberg tatsächlich zum Rücktritt zu zwingen, müsste die Opposition ihm schon eine Lüge nachweisen - und danach sieht es nach allem, was man bisher über die verworrene Informationspolitik in der Kundus-Affäre weiß, nicht aus.
Ein kompromissloser Abgehobener, der sich in seinem Denken und Handeln »absolut« vorkommt, benötigt keinen Schutz. Gerade Menschen, die zu einer Randgruppe gehören, sollten andere Randgruppen nicht diffamieren und Politik nicht radikal betreiben.