Was bedeutet Ihnen diese Berufung?
Ich war ja auch die erste Frau, die es gewagt hat Karnevalisten-Lieder in Mainz zu singen. Und jetzt bin ich auch die erste Frau, die sich an dieses Heiligtum herantraut. Ich freue mich natürlich wahnsinnig über das Vertrauen, das der HR in mich steckt. Und ich versuche, alles so gut wie möglich zu machen. Für mich ist das wieder mal ein neuer Weg in meinem langen Leben.
Was wollen Sie denn anders machen als die Männer?
Ich werd' halt versuchen, es weiblicher zu machen, versuchen, mein Herz reinzugeben und den Leuten das Gefühl zu geben, sie fühlen sich wohl in der Sendung mit mir. Und dass einfach das Familiäre drin ist.
Ist ihnen nicht auch ein bisschen Bange vor der Aufgabe?
Na, ich habe schon ein paar unruhige Nächte hinter mir, weil ich einfach mal wieder so vorwitzig war und »ja« gesagt hab', aber es ist natürlich eine sehr reizvolle Aufgabe. Nur weiß ich auch, dass es ein gefährliches Spiel ist: Erstens ist es schon eine Männerdomäne, und zum anderen sind natürlich auch viele kritische Augen auf mich gerichtet, die sagen: Ob sie das kann? Warum macht sie so etwas?
Aber ich bin halt immer so, dass ich sag: Ach komm, ich probier's, es macht mir Spaß und es ist einfach eine schöne Aufgabe. Und ich bin stolz, dass der HR auf diese tolle Idee gekommen ist.
Haben Sie darum gebettelt? Oder ist der HR auf Sie zugekommen?
Das kam zu mir wie die Sonne an den Himmel. Ich habe nichts dafür getan, der Hessische Rundfunk kam auf mich zu und hat mich gefragt. Ich hab' mir das auch lange überlegt, aber nachher hab ich halt gedacht: Komm probier's doch ganz einfach.
Ich hab mich nie darum beworben, das war für mich ganz weit entfernt. Und jetzt auf einmal ist es halt da, gell.




































