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02.11.2009 22:00 Uhr 0 Kommentare

Auf Du und Du mit dem Känguru

Zoo: Im Vivarium Darmstadt sehen Besucher heimische
Tiere und Exoten - Begehbare Gehege und Streichelzoo

Darmstadt  Mitten im Grünen vor den Toren Darmstadts fühlen sich Nasenbär und Weißschwanzstachelschwein sauwohl. Im Vivarium sind sie Nachbarn, im Verein mit Zebra, Fennek und Flamingo - im wilden Leben ist ihre Heimat über den ganzen Erdball verteilt. Das ist das Schöne am Zoo:

Weißstorch und Esel, Papagei und Schopfmakake sind im Vivarium Darmstadt zu Hause. 700 Tiere leben in dem Tierpark, der im Jahr 1965 gegründet worden ist. Fotos: Victoria Schilde
Was in Südamerika, Afrika und Australien, in den Meeren und Seen dieser Welt kreucht und fleucht, ist hier auf kleinstem Raum und aus nächster Nähe zu beobachten. Wobei die Düfte des Stachelschweins nicht wirklich zum Nähertreten einladen...
Darmstadts Zoo ist ein im Vergleich zu Frankfurt überschaubarer, aber doch hübsch angelegter Tiergarten, der im Jahr 1965 gegründet worden ist. Auf einer Fläche von vier mit alten Bäumen bestandenen Hektar bietet er ein zu Hause für mehr als 700 Tiere aus 150 verschiedenen Arten. Manche könnten die Besucher - nach Angaben des Zoos sind es etwa 180 000 im Jahr - mit etwas Glück und vielleicht Sachverstand in freier Natur erleben, Weißstorch und Esel zum Beispiel, oder den Uhu. Andere garantiert nicht: Kängurus und Vogelspinnen, Zebras und Schopfmakaken sind die Exoten unter den Zoobewohnern, ebenso wie Puffotter und Dromedar, Krokodile und Tapir.
Tiere leben mitten im Grünen
Dem Namen Tiergarten macht das Vivarium alle Ehre: Die Anlage wirkt sogar im Herbst, wenn die Blätter von den Bäumen zu fallen beginnen, grün und erinnert an einen großen, alten Park. Ein Spaziergang über das Zoogelände führt von einem lauschigen Plätzchen zwischen Büschen und Bäumen zum nächsten; hier ist eine Bank hinter Bäumen versteckt, dort lädt ein Picknicktisch zum Verweilen ein. Mitunter läuft dem Besucher sogar ein stolzer Pfau über den Weg - der aber nicht immer willens ist, Rad zu schlagen.
An einige Tiergehege darf der Besucher nahe herantreten - manche sogar betreten: den Streichelzoo, in dem afrikanische Zwergziegen leben. Und die
Grünanlage der Kängurus, in die ein Weg führt. Die australischen Beuteltiere sind - immer wieder erstaunlich - gar nicht so groß. Die im Vivarium lebenden Bennett-Kängurus jedenfalls nicht. Trotzdem trennt ein niedriger Holzzaun zu neugierige Besucher von zu neugierigen Bennetts, die ohnehin jetzt im Herbst am liebsten dort hocken, wo die letzten Sonnenstrahlen ihr braunes Fell wärmen, und das ist nicht immer in Besuchernähe. Wollen die Tiere, deren Heimat Ost-Australien und Tasmanien ist, ihre Ruhe haben, ziehen sie sich in ihr Haus zurück. Unbeobachtet bleiben sie dort nicht: Große Fenster laden zum Hineinschauen ein. Bennetts zählen zu den besonders gefährdeten, in einigen Landesteilen bereits ausgerotteten Känguruarten.
Aktuell bekommen die Riesenschildkröten eine neue Anlage - drinnen wie draußen. Zumindest das Warmhaus soll noch vor dem Winter fertig gestellt sein. Später soll auch die Außenanlage erneuert werden.
Die jüngsten Bewohner des Vivariums sind die Fennek-Babys, die am 26. Mai geboren worden sind. Die sandfarbenen Wüstenfüchse sind die kleinste Fuchsart und stammen aus der Wüste Afrikas. In ihrer Heimat verschlafen die wegen der großen Hitze den Tag und sind nachts auf Jagd; im Vivarium blinzeln sie tagsüber auch mal träge den Besucher an. Susanne von Mach

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