Und das Wichtigste: Küblböck hat sich wirklich zu einem phantastischen Sänger gemausert. Die Bariton-Lage passt bestens zu den Songs, das Timbre ist beachtlich; sogar Crooner-Qualitäten weist der 23-Jährige, der das "R" so schön rollt, auf. Man konnte sich wirklich nur die Augen reiben darüber, was der ehemalige "Schüler" Dieter Bohlens sich draufgeschafft hat.
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Er bewegt sich inzwischen stilsicher in einem breit gestreuten Terrain. Eröffnete das Konzert mit einem Bekenntnis-Pop-Song in deutscher Sprache ("Entflammte Freundschaft"), schob einen Midtempo-Song im amerikanischen Mainstream-Stil ("Show Me the fire") nach. Dann wurde man Ohrenzeuge, dass so ein Bayer, der vor Jahre noch den RTL-Kasper gegeben hat, Ray Charles singen kann: "Unchain My Heart", befeuert von jungen Musikern, wahrscheinlich Absolventen einer Musik-Hochschule, und nun froh, mit einem halbwegs prominenten Sänger erste Sporen sich zu erarbeiten. John Denvers Klassiker "Take Me Home, Country Roads" wurde im Tempo ein wenig angezogen, was dem Song gut tat, und "Hold On, Sweet Darling" zeigte Küblböck sogar als gewieften R´n´B-Sänger.
Höhepunkt des ersten Konzertteils - der Beau schaffte es doch tatsächlich, ein Dreistunden-Set auf die Beine zu stellen - "Amazing Grace". Der Gospel-Klassiker klanglich auf Edel-Pop getrimmt mit einem traumhaften Duett von Küblböck und seiner bildhübschen Chorsängerin.
Eine gelungene Roy Black-Parodie, nachdem ihm weiße Rosen auf die Bühne gereicht wurden, leitete über zur Country-Persiflage "?Cowboy In The City" mit wirklich fantastischen solistischen Leistungen des Keyboarder und Gitarristen.
Die anschließende DSDS-Bohlen-Parodie geriet etwas flach, aber dann schob der Wahl-Nürnberger nach und glänzte in der Solo-Akustik-Nummer "Wanno Go Home" als sensibler Songpoet alter Schule. Eine nicht für möglich gehaltene künstlerische Wende. Aber 50 Euro Eintritt für das Konzert zu verlangen, war dann doch dreist vom Veranstalter. Joachim Schreiner






































