«Sie ist flüchtig, ich weiß nicht, wo sie ist», verriet Milberg am Donnerstag über die erste Zeit ohne seinen psychologischen Beistand Frieda Jung. Dabei reden Klaus und Frieda in der letzten gemeinsamen Folge «Tango für Borowski», die das Erste am Ostersonntag (4. April/20.15 Uhr) zeigt, sogar über Hochzeit - wenn auch nicht ganz ernst gemeint. «Vielleicht kommt ja mal eine Andere», meinte Milberg, der die Entscheidung seiner Kollegin bedauert, aber verstehen kann. «Sie ist ja wirklich eine leidenschaftliche Theaterschauspielerin.» Eggert war in dieser Spielzeit als festes Ensemblemitglied ans Deutsche Theater in Berlin gewechselt.
Die vorerst letzte gemeinsame Episode in der ARD-Reihe führt den Kieler «Tatort»-Kommissar nach Finnland. Dort lebt ein 17-jähriger ehemaliger Junkie aus Deutschland, der in einem Camp resozialisiert werden soll. Der Jugendliche wird des Mordes verdächtigt. Borowski soll ihn befragen, Jung reist zur Unterstützung nach. In einer lauen Mittsommernacht gehen beide im Gespräch weiter aufeinander zu, um gleich darauf wieder einen Rückzieher zu machen. Er: «Was wird mit uns passieren? Sie: «Was muss mit uns passieren? Er: «Wohin geht die Reise?» Sie: «Wir könnten ja heiraten.» Er: «Aber wen?» Beide lachen. «Das ist dieses neurotische Großstädterspiel von Nähe und Distanz», meinte Milberg bei der Präsentation des Films in Hamburg.
Die Macher der NDR-Produktion betonten außerdem, dass «alles offen» ist. Es bedeute ja nicht, dass Eggert nicht irgendwann wiederkomme. «Es kann sein, dass sie mal wieder mit uns arbeitet», meinte auch Milberg, der wie Eggert seit 2003 für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) im «Tatort» mitwirkt. Er habe dieses «fordernd- neckisch-distanziert-anlockende» Spiel zwischen Borowski und Jung geliebt, sagte er und grinste: «Aber nach 14 Folgen bin ich ja auch therapiert genug.»





































