Die Autorin Sudabeh Mohafez, geboren 1963 in Teheran, beschreibt in ihrem neuen Roman mit dem kurzen Titel «brennt» menschliche Selbstzweifel, wie sie grausamer kaum sein können. Die wie durch ein Wunder dem Feuer entkommene Musikerin irrt monatelang verstört und in Selbstgespräche vertieft durch Berlin. Unaufhörlich quält sie die Frage, wer denn der Isländer Hjartan ist, von dem die Stimmen in ihrem Kopf permanent sprechen.
Ihr Geliebter ist tot. Das Schlimmste aber: sie gibt sich selbst die Schuld daran. Ihr wird klar, sie hätte ihn nie lieben dürfen, denn letztendlich war ihr Musik wichtiger als alles andere. «brennt» ist ein Buch, das die Leser in seinen Bann zieht. Autorin Mohafez lebt seit 1979 in Stuttgart und hat jahrelang ein Frauenhaus geleitet.
Sudabeh Mohafez
brennt
Verlag DuMont, Köln
204 S., Euro 18,95
ISBN 978-3- 8321-9573-1



































