So heißt der vollmundige Titel der neuen Show, mit der Helge Schneider, der wohl berühmteste Anarcho-Jazzer aus dem Ruhrpott, durch die Lande zieht.
Alles ist wie immer: Schneider produziert verstiegene Assoziationsfetzen am laufenden Band, die im Hier beginnen und im Nirgendwo versanden, überzeugt mit erstklassigen Blues- und Jazzarrangements, hat Klassiker im Gepäck, zeigt sein Können auf mindestens fünf Instrumenten. Ein Freund, Bassist Ira Colemann aus Stings Band, ist mit von der Partie. Mit Drummer Willy Ketzer aus Paul Kuhns Truppe und dem Tenorsaxofonisten Tyree Glenn jr. intonieren sie unverschämt lässigen Jazz. Fehlen darf natürlich nicht Sergej Gleithmann, groteskes Gymnastikbündel mit ausfransendem Fusselbart, und der notorisch unterschätzte Bodo, Teekoch und Daueropfer in Personalunion.
Nach zweieinhalb Stunden Bühnenshow entlässt das Gesamtkunstwerk seine Fans mit einem abstrusen Song. Heiterkeitsausbrüche im Publikum, wilde Pfiffe und donnernder Applaus beweisen: Mitten im Um-Ta-Ta des verordneten Einheitshumors war das die Rettung, Helge. Bettina Boyens



































