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31.01.2013 15:48 Uhr 0 Kommentare

Kinder über Facebook kontaktiert - Polizei nimmt 21-Jährigen fest

Aufmerksamer Vater ruft die Polizei 
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KLINGENBERG A.MAIN, LKR. MILTENBERG UND LKR. ASCHAFFENBURG. Die Polizei hat am Mittwochnachmittag einen 21-Jährigen vorläufig festgenommen und gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der junge Mann hatte über Facebook offenbar Kontakt zu einem 12-jährigen Mädchen und ihrer elfjährigen Freundin gesucht, die aus dem Landkreis Aschaffenburg stammen. Die beiden Kinder hatte er danach mit einem Pkw zu Hause abgeholt um für ein angebliches Gewinnspiel Fotos zu machen. Seine genauen Motive sind allerdings noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt diesen Vorfall zum Anlass an Eltern und Kinder für einen sorgsamen Umgang mit dem Internet und insbesondere Sozialen Netzwerken zu appellieren.

Gegen 16.45 Uhr hatte sich der Vater der 12-Jährigen über Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken gemeldet. Er schilderte, dass seine Tochter und deren elfjährige Freundin soeben von einem jungen Mann mit dessen Pkw am Wohnhaus der Familie im Landkreis Aschaffenburg abgeholt worden waren. Als Hintergrund habe der 21-Jährige angegeben, dass jetzt Fotos von den Kindern anlässlich eines Gewinnspiels eines Radiosenders gemacht werden. Nachdem dem Vater das Ganze verdächtig vorgekommen war, fragte er bei dem von dem jungen Mann genannten Radiosender bezüglich des Gewinnspiels nach und erfuhr auf diese Weise, dass es keine derartige Aktion bei dem Sender gibt.

Unmittelbar darauf kontaktierte er per Handy seine Tochter und ließ sich auch den 21-Jährigen geben. Dieser hielt sich mittlerweile mit den beiden Kindern in Klingenberg a.Main auf. Dort konnte der junge Mann kurz darauf von einer Streife der Obernburger Polizei angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Er hatte wie mit dem Vater vereinbart auf die Beamten gewartet. Die beiden Mädchen wurden ihren Eltern übergeben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen der Kripo Aschaffenburg stellte sich heraus, dass der Festgenommene im Sozialen Netzwerk Facebook offenbar unter einem Pseudonym Kinder angeschrieben hatte und diese aufgefordert hatte, ihm Fotos von sich zu schicken bzw. sich mit ihm zu treffen.

Auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft und gemäß dem sich anschließenden richterlichen Durchsuchungsbeschluss wurde daraufhin unter anderem die Wohnung des 21-Jährigen, der aus dem Landkreis Miltenberg stammt, durchsucht. Hierbei fiel den Beamten in dem Auto des Mannes eine Schreckschusspistole in die Hände. In seiner Wohnung wurde ein PC sowie eine Vielzahl elektronischer Datenträger sichergestellt. Diese werden jetzt von Spezialisten ausgewertet. Erst danach wird es gegebenenfalls möglich sein, tatsächlich festzustellen, ob der 21-Jährige noch zu mehr Kindern als den beiden Mädchen Kontakt gesucht hatte. Nach Beendigung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen kam der 21-Jährige wieder auf freien Fuß.

Auch für die Polizei ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Eltern genau hinschauen, was Ihre Kinder im Internet und gerade im Bereich der Sozialen Netzwerke bzw. in Chatrooms tun. Es ist vollkommen klar, dass hier keine vollständige Überwachung möglich und sinnvoll ist, allerdings sollte eine gute Vertrauensbasis zwischen Kindern und Eltern herrschen und man insbesondere von Elternseite Interesse an den Onlineaktivitäten der Jüngsten zeigen.


Audiobeitrag der Polizei: Michael Zimmer

Tipps für Eltern und Kinder zum sichereren Umgang mit Internet, Sozialen Netzwerken und Chatrooms

Das Polizeipräsidium Unterfranken hat daher gezielte Tipps für Eltern, aber auch Kinder, was man ganz konkret machen bzw. unterlassen sollte, um sich möglichst sicher im Netz zu bewegen.

 

Chatten. Aber sicher!

  • Chatte am Anfang nicht allein und suche Dir einen Chat, der von einem Moderator begleitet wird.
  • Gehe nicht in Chats für Erwachsene, weil da oft unangenehme Sachen geschrieben werden.
  • Und gib' auf keinen Fall Deinen Namen, Deine Adresse und Deine Telefonnummer raus. * Das absolut Wichtigste ist aber: Triff Dich nicht mit Leuten aus dem Chat und schicke Ihnen keine Bilder von Dir.
  • Bleib auch immer misstrauisch: Am anderen Ende sitzt vielleicht eine Person, die Dich aushorchen und belästigen will. Wenn Dir etwas komisch vorkommt, brich den Chat sofort ab und sage Deinen Eltern oder einem anderen Erwachsenen direkt Bescheid.

Für die Eltern sind folgende Tipps aus polizeilicher Sicht besonders wichtig

  • Seien Sie Vorbild und helfen Sie Ihren Kindern, sich gefahrlos in den Welten des Internets zu bewegen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht mit dem Internet alleine.
  • Bereiten Sie Ihr Kind auf eine mögliche Konfrontation mit jugendgefährdenden Inhalten vor - wie Gewalt, Pornografie oder Rassismus - und vereinbaren Sie mit ihm, solche Seiten sofort wegzuklicken.
  • Machen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind mit der technischen Handhabung und den Anwendungen im Internet vertraut.
  • Stellen Sie Regeln für den Umgang mit dem Internet auf - zeitlich und inhaltlich - und achten Sie auf deren Einhaltung.
  • Zeigen Sie Interesse an den Freizeitaktivitäten Ihres Kindes - auch an seinem Surfverhalten. Fragen Sie Ihr Kind nach den gemachten Erfahrungen.
  • Interessieren Sie sich dafür, welche Freunde Ihr Kind im realen Leben hat? Dann erkundigen Sie sich auch nach den Freunden im Netz, sei es in Sozialen Netzwerken oder in Chatforen!
  • Nutzen Sie Filterprogramme. Diese helfen Ihnen, Ihr Kind vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen.
  • Zeigen Sie ihm aber auch gute Kinderseiten und Angebote, die es nutzen kann. Das Internet ist ein normaler Bestandteil unseres Lebens geworden. Helfen Sie dabei, dass Ihre Kinder sicher im Netz unterwegs sind!

(Quelle: www.polizei-beratung.de)


Weitere Informationen gibt es im Internet unter: http://medienkompetenz.polizei-beratung.de/

Michael Zimmer, Polizei Unterfranken


Tipps der Polizei zum Umganmg mit sozialen Netzwerken

 


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