Ein besonderes Versteck für 150 Gramm Kokain
Waldaschaff. Fahndern der Aschaffenburger Verkehrspolizei sind am Montagnachmittag drei mutmaßliche Drogenschmuggler ins Netz gegangen. Die Männer im Alter von 21, 28 und 46 Jahren hatten über 150 Gramm Kokain, etwa fünf Gramm Cannabis sowie einen Schlagring und ein Messer mit an Bord. Das Trio verbrachte die Nacht in einer Haftzelle und wurde im Laufe des Dienstags der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Ganz besonders markant für diesen Fall war allerdings das von den Tatverdächtigen gewählte Versteck. Gegen 14 Uhr war der VW Golf der drei Männer aus Ungarn im fließenden Verkehr auf der A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg den Fahndern aufgefallen. Auf einem Autobahnparkplatz bei Waldaschaff stoppten die Beamten den Wagen und fanden zunächst bei der genaueren Überprüfung der drei Insassen insgesamt rund fünf Gramm Cannabis, ein Faustmesser und einen Schlagring sowie diverse Utensilien, die auf einen möglichen Handel mit Betäubungsmitteln hinweisen.Bei der weiteren Durchsuchung des Innenraums fiel den Ermittlern dann ein abgepacktes, offenbar aus Holland mitgebrachtes, Brot in die Hände. Nicht nur aufgrund des Herkunftsortes, der nach dem Auffinden des Cannabis ein kleines Indiz für weiteres Rauschgift darstellen könnte, stimmte mit dem Gebäck allerdings irgendetwas nicht. Besonders auffällig war ein seitlich angebrachter Schnitt. Beim Aufbrechen des Laibes zeigte dieser dann eine Füllung der besonderen Art: mehrere Tütchen mit einem weißen Pulver. Gleich daraufhin klickten bei dem Trio die Handschellen und sie mussten mit auf die Wache. Wie sich dort herausstellte, handelte es sich bei den gut 150 Gramm Brotfüllung tatsächlich um Kokain. Die Festgenommenen, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, wurden auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft im Laufe des Dienstags der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Gegen alle drei wurden Haftbefehle erlassen und die Beamten brachten sie in Justizvollzugsanstalten.
Audiobericht der Polizei Unterfranken, Andreas Luxem
Ungeprüfte Originalmeldungen der Polizei Unterfranken
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