Nach Raubüberfall auf Spielhalle - Kripo ermittelt drei Tatverdächtige
MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Nach dem Raubüberfall auf eine Mainaschaffer Spielhalle in der Nacht zum Dienstag haben Ermittler der Aschaffenburger Kripo einen raschen Fahndungserfolg erzielt. Bei einer Durchsuchungs- und Festnahmeaktion am Donnerstag klickten bei zwei 17-Jährigen und einem 18-Jährigen die Handschellen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurden alle drei der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erließ gegen die bereits Polizeibekannten Haftbefehle.Wie bereits berichtet, hatten kurz nach 01.30 Uhr drei maskierte Täter die Spielhalle in der Hauptstraße betreten. Unter Vorhalt einer Pistole hatte einer der Männer von der Angestellten Bargeld gefordert, während ihn die beiden anderen mit Messern bewaffnet unterstützten. Nachdem die Kassiererin wenige Hundert Euro ausgehändigt hatte, war das Trio in unbekannte Richtung davongelaufen. Eine sofort eingeleitete Fahndung mehrerer Polizeistreifen war daraufhin ergebnislos geblieben.
Bereits im Laufe des Mittwochs hatten sich dann im Zuge der Ermittlungen Hinweise auf die beiden 17-Jährigen aus einer Aschaffenburger Landkreisgemeinde und einen 18-jährigen Aschaffenburger ergeben. Am Donnerstagvormittag standen die Fahnder dann vor den Haustüren und verhafteten die beiden 17-Jährigen. Für den ein Jahr älteren mutmaßlichen Komplizen klickten schließlich am Nachmittag die Handschellen. Alle drei waren den Beamten auch schon in der Vergangenheit wegen Eigentumsdelikten aufgefallen.
Nachdem sich der Verdacht gegen das Trio erhärtet hatte, erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der jungen Männer. Eine Absuche im Stadtteil Strietwald führte inzwischen zur Sicherstellung der Tatwaffe sowie einer Jacke. Die Täter haben angegeben, dass sie nach dem Überfall zwei weitere Jacken sowie zwei Sturmhauben in Mülltonnen in Strietwald entsorgten. Diese werden noch gesucht. Wer Hinweise auf den Verbleib der Tatmittel geben kann, wird gebeten, sich unter Tel.-Nr. 06021/857-1732 zu melden.
Originalmeldung der Polizei Unterfranken
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