Mit Panzermine zur Polizei
Ehrliche Finder sind bei der Polizei normalerweise gerne gesehen. Diesmal allerdings traute der Wachbeamte kaum seinen Augen, als ein 52-Jähriger den großen kreisförmigen Gegenstand auf den Tresen der Polizeiinspektion Ebern legte. Denn auf den ersten Blick handelte es sich offensichtlich um eine noch funktionsfähige Panzermine.
Der Mann hatte die Mine offenbar vor etlichen Jahren auf dem Sperrmüll gefunden und in seinem Gartenhaus verstaut. Nun hatte er daheim einmal "ausgemistet" und dabei war sie ihm wieder in die Hände gefallen. Anscheinend war sich der Eberner zwar bewusst darüber, dass er die Mine nicht einfach so "wegwerfen" konnte, dachte aber auch nicht über eine mögliche Gefahr nach und brachte die Mine kurzerhand zur Polizei.
Nach Rücksprache mit dem Sprengkommando aus Nürnberg konnte man den Gegenstand auch genauer klassifizieren und stellte fest, dass es sich Gott sei Dank nicht um eine scharfe Mine sondern um eine noch funktionsfähige Übungsmine der Bundeswehr handelt. Bei einer Detonation steigt im Gegensatz zu scharfen Sprengkörpern farbiger Rauch auf. Die Übungsmine wurde von dem Polizeibeamten sichergestellt und wird nun durch das Landeskriminalamt fachgerecht entsorgt.
Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt in diesem Zusammenhang davor, mit Fundmunition leichtfertig umzugehen. Auch nach Jahren verlieren Munition oder Sprengkörper nicht immer ihre Sprengkraft und können detonieren. Für einen Laien ist zudem schwer erkennbar, ob es sich "nur" um Übungsmunition oder tatsächlich um scharfe Munition handelt. Wir warnen deshalb davor, unbekannte Fundmunition oder Sprengkörper selbst zu "entsorgen" oder zu transportieren. Lassen sie die Gegenstände an Ort und Stelle liegen und verständigen umgehend die Polizei.
Audiobeitrag der Polizei Unterfranken: Stefan Brabetz
Originalmeldung der Polizei Unterfranken
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