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Bilderserie, "Kleines Feuer, großes Aufgebot", Ralf Hettler
Vermutlich ein Kurzschluss in einem Technikraum der Aufzuganlage im ersten Obergeschoss der Klinik löste das Feuer aus. Die vorgeschriebene Brandmeldeanlage war wegen Wartungsarbeiten zu diesem Zeitpunkt nicht aktiviert.
Mitarbeiter entdeckten jedoch den Brand in einem frühen Stadium und alarmierten die Feuerwehr, sagte Guido Paterna, Geschäftsführer der Klinik Miltenberg/Erlenbach. Dann evakuierten sie sofort die betroffene Station. Die schnell herbeigeeilten Helfer hatten den Brand fix gelöscht.
Verletzt wurde niemand, allerdings wurden 25 Patienten der Station 1 innerhalb der Klinik verlegt. Sie sollten aber bis zum Abend, nachdem die Feuerwehr die verrauchten Räume ausreichend belüftete, zurück in ihre Zimmer gebracht werden. Drei Patienten verlegten die Helfer vorsichtshalber in ein anderes Krankenhaus.
Völlig überrascht von dem Vorfall war auch Yasemin Sözer, Patientin auf der betroffenen Station 1. Sie hatte zuerst gar nichts von dem Feuer mitbekommen. Sie war mit ihrem Besuch innerhalb der Klinik unterwegs. »Plötzlich sah ich so viele Feuerwehrautos zur Klinik rasen«, erinnert sich die 19 Jahre alte Frau. »Man sagte mir, dass ich nicht auf das Zimmer zurück kann«, berichtet sie. »Zunächst war unklar, ob ich in ein anderes Krankenhaus verlegt werde.« Sözer beobachtete das Geschehen dann in Ruhe vom Kiosk vor der Klinik aus. Schließlich stand fest, dass sie auf das Krankenzimmer zurückkehren durfte.
In Miltenberg sorgte derweil ein Großaufgebot an Rettungskräften für Aufsehen, die mit Blaulicht und Martinshorn zur Teleportalklinik in Miltenberg-West eilten. Da es sich bei der Feuerwehrmeldung um ein Krankenhaus handelte und nicht klar war, wie groß das Feuer ist, schickte die Leitstelle zahlreiche Kräfte aus der ganzen Region zur Klinik: Rund 60 Feuerwehrleute, 50 Angehörige des Rettungsdienstes, 16 Rettungs- und Krankenwagen des Katastrophenschutzes, des Roten Kreuzes sowie der Malteser. Vor der Klinik diente ein umgebauter Omnibus als Einsatzzentrale.
Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache führt die Polizeiinspektion Miltenberg. Über die genaue Schadenshöhe konnten die Beamten noch keine Angaben machen. rah/mai





































