Über das Holz findet zugleich ein gewisser Luftaustausch statt, der das Geschmacksprofil abrundet. Diese Methode, einen Wein auszubauen, erfordert vom Winzer große Sorgfalt und Wissen. Entscheidenden Einfluss hat aber auch die Qualität des Fassholzes und wie es während seiner Herstellung behandelt wurde. Ein Barrique-Fass fasst typischerweise ein Volumen von 225 Liter und kostet rund 450 Euro. Für ein gebrauchtes Fass zahl der Winzer dagegen viel weniger, etwa ein Viertel. Nach einer drei- bis viermaligen Belegung sollte ein Fass generell ersetzt werden.
Zur Anwendung kommt der Barrique-Ausbau überwiegend bei Rotwein, obwohl es auch Barrique-Weißweine gibt. Echte Barrique-Weine werden oft mit Zusätzen wie „im Barrique-Fass vergoren“ oder „im Barrique-Fass gereift“ gekennzeichnet. So will man sie von mit billigen Eichenholzchips imitierten Barrique-Weinen abgrenzen.
Alternativ zu der traditionellen Reifung im Holzfass sind heutzutage auch Fässer und riesige Tanks aus Beton, Kunststoff oder Edelstahl üblich.
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