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(Bilderserie: Peter Rogowsky)
Auf den Charakter kommt es an«, sagt nicht nur der Menschenkenner, sondern auch der Weinliebhaber. Der Charakter eines Weins wird durch Einflüsse wie Kleinklima, Sonneneinstrahlung, Geologie, Topographie und Bodenbeschaffenheit geprägt, die der Fachmann unter dem Begriff »Terroir« zusammenfasst. Jede Weinlage besitzt ihr eigenes Terroir. Welche Unterschiede sich dadurch ergeben, soll eine Reise durch ausgewählte Weinbaugemeinden entlang des unterfränkischen Mainvierecks klären.
Wie ein mit Reben bepflanztes Amphitheater blickt der hohlspiegelförmige Homburger Kallmuth auf die östliche Ecke des Mainvierecks. An den steilen, von denkmalgeschützten Natursteinmauern durchzogenen Hängen wechselt der Boden von Muschelkalk zu Buntsandstein. Während die unteren Weinbergsparzellen auf Buntsandstein stehen, wurzeln die höher gelegenen Reben bereits auf einem Muschelkalk-Buntsandstein-Gemisch. »Daher eignen sich die unteren Lagen eher zum Ausbau von Kabinett- und Gutsweinen, während unsere großen Weine auf den oberen Lagen gedeihen«, erklärt Robert MacGregor, Vertriebsleiter des Weinguts Fürst Löwenstein in Kreuzwertheim.
Zwölf Hektar bewirtschaftet das fürstliche Weingut von der insgesamt rund 48 Hektar großen, teilweise terrassierten Südwest-Lage, in der selbst in kühleren Sommern Temperaturen von 50 bis 60 Grad erreicht werden. Dafür sorgen, neben den wärmespeichernden Terrassen, die konkave Form der Lage, die als natürlicher Windschutz fungiert und der unmittelbar am Hangfuß fließende Main, dessen Oberfläche das Sonnenlicht an den Hang reflektiert. »Die Lage ist besonders für Spätlese geeignet, wobei wir hier nur Weißweine, vor allem Silvaner anbauen«, sagt MacGregor.
Mit rund 56 Hektar Anbaufläche zählt der Bürgstädter Centgrafenberg zu einer der größten Weinlagen des Mainvierecks. Im »Weinatlas Deutschland«, neben dem Klingenberger Schloßberg und dem Homburger Kallmuth, als besonders privilegierte Lage am Untermain aufgeführt, eignet er sich besonders zum Anbau von Riesling und Burgundersorten.






































